Wie man legale Film-Portale erkennt

Sicher einschalten: 10 Tipps wie man legale Film-Portale im Netz erkennt

Unsicherheiten beim Streamen aufgrund unklarer Rechtslage und zahlreicher Abmahnwellen
Netzkino.de zeigt, wie man legale Streaming-Portale erkennt

Berlin, 10. April 2014 – Egal ob Hollywood-Filmliebhaber, Cineasten oder Serienjunkies. Für alle verlagert sich das TV mehr und mehr ins Netz. Serien und Filme werden immer öfter gemütlich Zuhause am Laptop gestreamt. Es drängt sich dabei jedoch immer wieder die Frage auf, welche Streaming-Filmportale legal oder illegal sind. Auch gegenüber legalen Portalen sind viele Nutzer aufgrund zahlreicher Skandale um Abmahnwellen immer noch sehr skeptisch. “Wir erhalten jede Woche E-Mails, Anrufe und Facebook-Anfragen, welche die Unsicherheit der Nutzer widerspiegeln”, kommentiert Peter von Ondarza, Gründer von Netzkino (www.netzkino.de), der ersten kostenlosen legalen Video-On-Demand App in Deutschland. “Immer geht es um die Frage, ob unser Service legal ist und wie man das auch für andere Portale erkennen kann.” Daher gibt der Video-on-Demand-Experte 10 Tipps, wie Internetnutzer legale und sichere Streaming-Portale identifizieren können.

1. Das erste Anzeichen für ein legales Streamingangebot: Hinter dem Portal steht ein professionelles Unternehmen, zum Beispiel eine eingetragene GmbH mit Handelsregister-Nummer, welches alles im Impressum transparent gemacht werden sollte.

2. Sind die Rubriken “Impressum”, “Über uns”, “Das Team” und Fotos der Mitarbeiter vorhanden, ist dies ebenso ein Anzeichen dafür, dass der Nutzer sich auf einer legalen Streaming-Seite bewegt. Eine insgesamt sehr transparente Webseite bietet insoweit einen großen Sicherheitspluspunkt.

3. Des Weiteren erfüllt eine legale Seite alle Anforderungen an den Jugendschutz. Dazu gehört zum einen die gesetzlich vorgeschriebene Bestellung eines Jugendschutz-beauftragten sowie seine Nennung auf der Homepage. Zum anderen zeigen legale Seiten FSK16 & FSK18 erste ab 22.00 bzw. 23.00 Uhr oder setzen bestimmte Schutzsoftware ein wie bspw. das von der Kommission für Jugendmedienschutz anerkannte System “JusProg”. Solche Schutzmechanismen gewährleisten, dass auf solchen PCs die eine Kinderschutzsoftware nutzen das Filmprogramm nicht abrufbar ist.

4. Ein weiteres Zeichen für legales Streaming: Vor den Filmen laufen Werbespots renommierter Marken, sogenannte “Prerolls”. Denn professionelle Werbevermarkter würden keine Verträge mit einer illegalen Filmseite abschließen. Auf den Internetseiten der großen TV-Sender kann man sich zum Beispiel die letzten Episoden anschauen und sogar ganze Folgen live streamen. Vor dem Streaming und zwischendurch läuft immer Werbung mit bekannten Marken und Produkten.

5. Wenn eine Streaming-App in den bekannten App-Stores erhältlich ist, heißt das, dass dafür mit diversen etablierten Unternehmen (Samsung, Apple, Microsoft, Philips, LG, etc.) Verträge abgeschlossen wurden. Dies ist wiederum nur mit einem legalen Produkt möglich.

6. Ein weiteres Indiz sind professionelle Social-Media-Kanäle der Streaming-Anbieter, wie zum Beispiel auf Facebook, Google+ oder Twitter, über die offen und transparent agiert und kommuniziert wird.

7. Einige TV Sender und Formate betreiben außerdem einen professionellen YouTube-Kanal als YouTube-Premiumpartner. Einen derartigen Vertrag mit dem YouTube-Betreiber Google bekommt man nur als professionelles Unternehmen mit einem legalen Angebot.

8. Auch professionelle Pressearbeit kann ein Indiz für Legalität sein: Die Zusammenarbeit mit PR-Agenturen die jederzeit für Anfragen und Antworten von Kunden bereit sind und über alle Fragen und Zweifel aufklären, spricht für einen professionellen legalen Betrieb.

9. Alle Filme und Serien, die auf einer legalen Streamingplattform angeboten werden, müssen ordnungsgemäß lizenziert sein, d.h. die Verwertungsrechte (Lizenzen) müssen hierfür erworben werden. Das bedeutet, dass entsprechende Nennungen von Lizenzpartnern auf der Webseite respektive der App ein positiver Hinweis sind.

10. Last not least ist es -zumindest “noch”- so, dass legale kostenlose Streamingangebote in der Regel keine Blockbuster im Angebot haben, geschweige denn aktuelle Kinofilme. Sollten also auf einer App oder Webseite aktuell im Kino laufende Filme angeboten werden, so kann man sich quasi sicher sein, dass der Dienst nicht legal ist. Selbst ältere Blockbuster, die nicht mehr aktuell im Kino laufen, finden sich kaum in kostenlosen legalen Streamingangeboten. Das mag sich in den nächsten Jahren ändern. Derzeit gilt jedoch noch die Warnung: “Blockbuster for free = wahrscheinlich illegal”.